Alle testen, was Künstliche Intelligenz kann: Wir machen mit.
Ein besonders interessanter Bereich sind Übersetzungen in Leichte Sprache. Erste KI-Produkte werden bereits mit großen Versprechungen verkauft: Wir sind von den Ergebnissen noch nicht überzeugt, aber in Zukunft wird KI sicher ein wichtiges Hilfsmittel für die Leichte Sprache sein. Wir sind gespannt und probieren alles aus! Zum Beispiel ChatGPT 4.0.
Eigene GPTs in ChatGPT 4.0
ChatGPT ist nicht für Leichte Sprache trainiert, aber man kann eigene GPTs anlegen: Individuelle Werkzeuge, die man für bestimmte Aufgaben trainiert und mit eigenen Daten füttern kann. Auch hier gibt es schon einige Tools für Einfache Sprache und Leichte Sprache: Wir trainieren unser eigenes und testen alles aus.
Allgemeine Erfahrungswerte
- Einfache Sprache funtkioniert besser als Leichte Sprache:
Hier kann ChatGPT in der Regel bessere Qualität ausgeben. Der Grund ist vermutlich, dass Einfache Sprache näher an Alltagssprache ist und damit einfach deutlich mehr Trainingsdaten vorliegen als in Leichter Sprache. - Die Qualität ist abhängig von der Textvorlage:
ChatGPT kann gut eigene Texte erstellen und dabei die sprachlichen Regeln der Leichten Sprache anwenden. Bei Übersetzungen ist die Qualität sehr schwankend und stark vom Original abhängig. Ist der Ausgangstext bereits klar in der Aussage und gut strukturiert, kann die KI auch etwas klares ausgeben. Wenn nicht, kommt auch eine unklare Leichte Sprache heraus – oder komplett andere Aussagen. Die KI hat nicht die menschliche Fähigkeit, das Wesentliche in Aussagen zu erkennen oder zu abstrahieren. - Die Qualität ist themenabhängig:
Komplexe Themen werden im ersten Angang mitunter doch zu schwer oder mit Fachbegriffen erklärt – hier fehlt der KI die Empathie für eine kognitive Einschränkung. - Besonders gut klappen Begriffserklärungen,
aber auch hier ist das Niveau bei schwierigen Themen manchmal zu hoch. Dieses Problem kann man aber schnell lösen – Lieblingsprompt:
„Die letzte Antwort ist zu schwer: Zuviele Nebensätze, zu schwierige Konstruktionen wie „indem“, „um…zu“. Bitte nochmal.“